Trauringe / Eheringe 

Bereits in der Antike kannte man Eheringe, die schon damals als Symbol des Unendlichen, also der ewigen Liebe und Treue galten. Allerdings waren bei den Römern goldene Trauringe der Oberschicht vorbehalten, weshalb die meisten auf solche aus Eisen zurückgriffen.

Heute ist ganz allmählich die Tendenz spürbar, vom Edelmetall auf Edelstahl auszuweichen, ein Trend, der sich in der übrigen Schmuckbranche schon lange abzeichnet. Warum also nicht auch die Eheringe aus Edelstahl - strahlend poliert oder matt gehalten? Hier kann man ebenso wie bei Goldringen aus einer Vielfalt an Varianten auswählen.

Der Klassiker bei den Traurungen ist aber nach wie vor das Gold. In seiner ganz reinen Form kann es nicht zu Schmuck verarbeitet werden, da es viel zu weich ist. Es gibt also immer Legierungen, wobei 750 /1000 die höchste Stufe darstellt - und demzufolge auch die teuerste ist.
Daneben kennt man ein Drittel, nämlich 333 Teile Gold (gemessen auf insgesamt 1000) sowie 585.

Die beliebteste Goldfarbe ist das Gelbgold. Es gibt außerdem Weiß- und Rosegold. Während diese eher hellen Varianten durch die Legierung mit platinhaltigen Metallen bzw. mit Kupfer zustande kommen, erzielt man blaue, grüne und braune Farbtöne meist durch die nachträgliche Behandlung der Oberfläche, was natürlich weniger hochwertig ist.
Platin selbst zählt zu den seltensten und damit teuersten Metallen überhaupt. Laien mögen es häufig mit Silber oder Weißgold verwechseln, allerdings weist Schmuck aus Platin einen ganz besonderen, charakteristischen Schimmer auf.

Aus welchem Material und welcher Legierung die Eheringe sein sollen, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Geldbeutels. Zwar soll es sich bei den Trauringen um eine einmalige Anschaffung handeln, die man das gesamte restliche Leben tragen will, aber dennoch muss man sich nicht unbedingt finanziell übernehmen. Viel wichtiger erscheint es, sich auf eine ansprechende Ausgestaltung zu einigen, die beiden Partnern zusagt und hoffentlich auch noch in vielen Jahren genehm ist.

Die Eheringe sind ebenso wie die gesamte Hochzeitsausstattung dem jeweiligen Zeitgeist unterworfen. Eigen ist ihnen jedoch immer, dass es sich um Bandringe handelt, also solche ohne Stein. Ob man eine breitere Form wählt oder einen ganz schmalen Reif mit nur sehr dezentem Dekor mag jeder für sich entscheiden.

Paare, die sich offiziell verloben, tragen ab diesem Zeitpunkt den Trauring bereits als Verlobungsring, allerdings an der linken Hand. Häufig erhält die Braut noch einen speziellen Verlobungsring, der meist mit Diamanten oder anderen Edelsteinen besetzt ist. Diesen trägt sie dann bis zur Hochzeit über dem späteren Ehering.

 

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