Preisgünstig oder feudal - Was kostet eine Hochzeit?

Früher war es üblich, dass die Brauteltern für sämtliche Kosten in Zusammenhang mit der Hochzeit ihrer Tochter aufkamen. Häufig sparten sie ein Leben lang dafür, dass sie dieses Fest auch ansprechend gestalten konnten. Inzwischen hat sich unsere Gesellschaft grundlegend geändert. Auch ein Mädchen erhält eine Berufsausbildung genau wie ihr Bruder, und die Frauen sind keineswegs mehr darauf angewiesen, geheiratet und somit versorgt zu werden.

Dennoch lassen es sich viele Eltern nicht nehmen, den großen Tag ihrer Tochter zu finanzieren oder zumindest dazu beizutragen. In allen anderen Fällen müssen die künftigen Eheleute die Mittel für die nicht ganz unerheblichen Kosten selber aufbringen. Und das wird vielfach schwierig, da es nur wenige junge Leute gibt, die finanziell aus dem Vollen schöpfen können.

Selbst eine ganz bescheidene Hochzeit mit nur wenigen Gästen verursacht Kosten, die gerade junge Leute nur selten bewältigen können. Daher gibt es Unternehmen, die genau dafür Kredite vergeben - Banken ebenso wie Brautausstatter und Reiseveranstalter. Ob man jedoch mit einem Berg an Schulden in die Ehe gehen möchte, mag dahingestellt sein.

In ländlichen Regionen gibt es die Sitte des Mahlgeldes. Im Vorfeld bezahlt jeder Gast einen festgelegten Betrag, für den er essen und trinken darf. Ob dieses Mahlgeld nur eine begrenzte Menge an Speisen und Getränken beinhaltet, und ein besonders durstiger Gast mehr Verzehrtes extra begleichen muss, ist den Gastgebern überlassen.

Es erscheint zumindest in größeren und großen Städten mehr als fragwürdig, ob man seine Gäste für die Einladung bezahlen lassen sollte. Außerdem bleiben dann immer noch die nicht gerade unerheblichen Kosten für Brautkleid & Co. Allerdings ist es bei jungen und sehr unkonventionellen Brautpaaren (und ebensolchen Gästen) sicher denkbar, eine eher ungezwungene Hochzeitsparty zu veranstalten, zu der jeder Gast etwas mitbringt.

Eine recht geschickte Lösung für die Finanzierung der Hochzeit ist der Wunsch des Brautpaares, sich Geld schenken zu lassen. Dass man damit die Feier bezahlen möchte, sollte man jedoch nicht unbedingt äußern; die Gäste hätten wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen! Aber auf diese Weise kommt doch meist ein recht ansehnlicher Betrag zusammen.

Sehr schön und außerdem unbedingt verständlich ist es darüber hinaus, die eigentliche Hochzeit ganz still für sich zu feiern und eine große Veranstaltung mit vielen Gästen ein paar Jahre später nachzuholen. Damit entgeht man überdies dem riesigen Trubel am schönsten Tag des Lebens.


Stichwörter zum Thema
brautkleid, brautpaar, ehe, einladung, eltern, finanzierung, gäste, hochzeit, kosten, kredite, trauung
Weitere Hochzeitsthemen
  • Hochzeitsgefährt...
    Das Hochzeitsgefährt Ob mit dem eigenen Auto - oder Kutsche, oder aber mit der geliehenen Luxuslimosine - zu einer Märchenhochzeit gehört ein stilvolle...
  • Hochzeitsnacht...
    Hochzeitsnacht Für viele Brautpaare ist die Hochzeitsnacht, nach wie vor eine besondere Nacht, da sie erstmals als Ehepaar zusammen sind. Deshalb sollte sich ...
  • Sitzordnung...
    Sitzordnung - oder wer sitzt wo? Nachdem alle Absagen mittlerweile eingetroffen sind und die Gästeliste aufgestellt ist, muss man sich überlegen, wie man all...
  • Trauzeugen ...
    Trauzeugen Bei einer katholischen kirchlichen Hochzeit sind meistens die besten Freunde oder Freundinnen (2 Personen) Trauzeugen des Braut...
  • Checkliste...
    Der Ablaufplan für Ihre Hochzeit Um Ihre Hochzeit entspannt zu geniesen, sollten Sie sich einen Planer zulegen, welcher Ihnen hilft, nicht in Zeit- und Handlu...